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Neu im Museum 2012:
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Zwei kleine, aber doch sehr typische und prägnante Gebäude kennzeichneten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Dörfer Mainfrankens: Genossenschaftliche Gefrieranlagen und öffentliche Milchsammelstellen. In Mönchsondheim haben sich diese Gebäude erhalten und konnten in das Kirchenburgmuseum integriert werden. Sie ergänzen das Museumskonzept, das von der Präsentation öffentlicher Einrichtungen eines Dorfes gekennzeichnet ist. Gleichzeitig hält mit den Gebäuden aus der Nachkriegszeit die jüngste Zeitgeschichte Einzug im Museum. |
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Gefrieranlage Mönchsondheim
Die traditionelle häusliche Vorratshaltung bedeutete Haltbarmachen von frischen und verderblichen Lebensmitteln. Die ältesten Methoden sind Salzen, Säuern, Räuchern und Trocknen. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte man bei der Vorratshaltung auf die Technik des Einkochens und Eindosens. Gegen Ende der 1950er Jahre stand mit dem Einfrieren eine neue Methode zur Verfügung, die eine deutliche Arbeitserleichterung brachte und auch eine werterhaltende Lagerung garantierte. Die Gemeinschaftsgefrieranlagen überbrückten eine Phase, in der eine eigene Gefriertruhe für viele unerschwinglich war. Im Januar 1955 schlossen sich 40 Interessenten unter Vorsitz von Hans Gegner zur „Kühlgemeinschaft Mönchsondheim“ zusammen. Die Anlage konnte im Mai 1955 in Betrieb gehen und tat bis 1995 ihre Dienste. Ab der Saison 2012 kann das Gebäude im Rahmen von Führungen als in-situ Freilandobjekt des Kirchenburgmuseums besichtigt werden. |
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Milchsammelstelle Mönchsondheim
Bis 1936 holte eine „Hökerin“ die frisch hergestellte Butter von den Mönchsondheimer Bauern ab und verkaufte sie in Kitzingen. Eine Neuordnung der Milchwirtschaft zwang alle Milcherzeuger ab 1936 zur Ablieferung ihrer Milch an Molkereien. Die Milchsammelstelle diente zur Entgegennahme und Zwischenlagerung der Milch. Die Mönchsondheimer Milch ging täglich in die Zentralmolkerei Langenfeld. Dazu gab es zunächst zwei Sammelplätze für die Milchkannen auf Holzrampen. 1950 wurde von der Gemeinde Mönchsondheim die erhaltene Milchsammelstelle errichtet, ein südlich anschließender Erweiterungsbau folgte 1973 (heute Bushaltestelle). Seit der letzten Sammelablieferung im März 1991 wird die Milch entweder direkt in den Höfen oder an wenigen Sammelpunkten von Tankzügen abgeholt. Ab der Saison 2012 können die Besucher einen Blick in das ehemalige „Milchhäusla“ werfen. |
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